Kiebitzworkshop
Kiebitze sind etwa taubengroße schwarz-weiße Vögel mit einer Federtolle auf dem Kopf, die gerne auf Ackerflächen, aber auch lückigen Wiesen brüten. Bereits jetzt kehren sie in größeren Trupps aus dem Mittelmeerraum in ihre Brutgebiete zurück . In den kommenden Wochen finden sie sich zu Paaren zusammen und suchen sich einen Nistplatz. Sie brauchen offenen Boden und niedrige Vegetation, damit sie einen guten Überblick haben um Fressfeinde frühzeitig zu entdecken. Ihre vier Eier legen sie in eine Bodenmulde. Damit das Nest nicht versehentlich von einem Traktor überfahren wird, markieren es Ehrenamtliche mit dünnen Bambusstecken.
Auch Landwirte selbst können Nestfunde bei unseren Gebietsmanagern melden (unter 0152 / 545 630 16 oder 0160 / 279 7537). Nach ungefähr einem Monat schlüpfen die Küken. Sie sind Nestflüchter und verlassen bereits wenige Stunden nach dem Schlupf das Nest. Geführt von den Eltern suchen sie dann nach Nahrung. In unserem Landkreis brüten circa 170 Kiebitzpaare Die Population ist aber stark geschwächt. Fressfeinde, die intensive Landwirtschaft und Gefahren auf dem Vogelzug machen der Population schwer zu schaffen.
Am Samstag, dem 22. Februar haben sich Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus ganz Bayern zu einem Workshop im Haus im Moos bei Kleinhohenried versammelt. Organisiert wurde der Workshop über das vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geförderte bayernweite LBV Kiebitzprojekt. Vormittags gab es eine Einführungen zur Brutbiologie und Landwirtschaft, nachmittags wurde dann mit Hilfe von Kiebitz-Attrappen geübt, die Nester auf Ackerflächen zu finden. Auch die neue technische Möglichkeit, nämlich die Nestersuche mit einer Wärmebilddrohne, wurde vorgestellt.