Arten die im Bayerischen Donaumoos brüten
Großer Brachvogel (Numenius arquata)
Er ist der größte Watvogel Europas und vor allem an seinem langen, nach unten gekrümmtem Schnabel gut zu erkennen. Brachvogelrufe und -gesänge gehören zu den melodischsten und stimmungsvollsten Vogellauten unserer Kulturlandschaft.
Der ursprüngliche Lebensraum des Großen Brachvogels waren baumfreie Hochmoore, die aber infolge des Torfabbaus nahezu vollständig verschwunden sind. Gezwungenermaßen musste die Art daher auf Grünlandbiotope umsiedeln, aber auch dort wurden die Brutbedingungen auf den immer intensiveren Wirtschaftswiesen oder den entwässerten und zu Äckern umgebrochenen Flächen immer schlechter. Es droht das Aussterben. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gibt es ca. 25 Brutpaare des Großen Brachvogel. Sie verteilen sich hauptsächlich auf das Niedermoorgebiet des Bayerischen Donaumoos, aber auch im Paartal bei Waidhofen sind einige zu beobachten. Bayernweit wurden 2021 bei der 7. landesweiten Wiesenbrüterkartierung gerade mal 531 Revier- und Brutpaare gezählt.
Kiebitz (Vanellus vanellus)
Der Kiebitz gehört zur Familie der Regenpfeifer. Seinen Namen gab ihm der Balzruf. „Kiewiet kiewiet“ tönt es im Frühjahr über den feuchten Wiesen und Äckern. Auch an ihren charakteristischen Flügen sind die Kiebitze schon von weitem gut zu erkennen.
Leider bietet sich das Schauspiel balzender Kiebitze längst nicht mehr auf jedem Grünland in Bayern. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den zunehmendem Maisanbau sind die Bestände stark geschrumpft. Auch Beutegreifer wie Fuchs und Marder machen dem am Boden brütenden Vogel zu schaffen. Bayernweit wurden 2021 bei der 7. landesweiten Wiesenbrüterkartierung gerade mal 3.790 Revier- und Brutpaare gezählt. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen haben wir ca. 160 Revier-/Brutpaare.